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Dienstag, 14. Juni 2011

Stimmen

Mal ganz unter uns: Lassen Sie sich gerne von anderen etwas vorschreiben? Nein? Nun, ich auch nicht. Und genau da fängt, wenn ein Navigationsgerät ins Spiel kommt, das Problem an.


Gut, es soll ja Menschen gegeben haben, die haben ihrem Navi blind vertraut, ihr Gehirn abeschaltet und wurden dann durch das kalte Nass eines Kanals wieder ins Leben zurück geholt, aber zu dieser Sorte gehöre ich nicht. Schließlich habe ich mich früher mittels Stadtplan auch durch das einbahnstraßenverseuchte Essen gequält oder, und diese Zeiten kennt sicherlich jeder, mich mit dem des Kartenlesens unfähigen Beifahrer gestritten, wenn dieser mal wieder Rechts und Links verwechselt hatte. Vorbei! Heute gibt es kühle Ansagen und klare Aussagen. Ansagen, denen ich letztens in einer Hansestadt nicht vertraut habe. Denn laut Beschilderung sollte es rechts zur Autobahn gehen. Das Navi wollte aber geradeaus. Ich widersetzte mich, bog ab und es begann eine 45 minütige Irrfahrt durch das schöne Hansestädtchen. Eine Irrfahrt, bei der ich dann natürlich voll auf das Navi setzen mußte. Dieses schaffte es, mich dann wieder genau an den Punkt, an die Kreuzung meines Widerstandes, zu bringen und diesmal bog ich nicht ab und schwupps keine fünf Minuten später war ich auf der Autobahn.

Da sage noch einer: "Hör nicht auf die Stimmen!"

Freitag, 27. Mai 2011

Suchspiel

Schauen Sie sich doch mal die Rechnung rechts ganz genau an!

Na, fällt Ihnen etwas auf?


Zugegeben, auch mir fiel das erst Tage später auf. Denn ich hatte auch nicht erwartet auf einer Rechnung von einem Restaurant wenige Monate vor dem zehnten Geburtstag des Euro noch eine Umrechnung in DM vorzufinden.


Jetzt stellt sich mir allerdings eine Frage:

Ist das Restaurant nun seiner Zeit hinterher oder aber weiss der Gastronom, da der Euro ja Probleme hat, mehr und ist schon mal auf alles vorbereitet, was noch so in der Eurozone passieren könnte.

Donnerstag, 19. Mai 2011

"Urinieren Sie ruhig weiter!"

Den Satz hat es zwar von mir so nie so gegeben. Aber es kam bei meinen Inspektionen auf den Toiletten in Restaurants durchaus zu seltsamen Begegnungen.

Denn es gab sie durchaus, die hilflosen Männer, die am Urinal standen, als ich derweil auch die Toilette betrat, um mir die hygienischen und baulichen Zustände anzusehen und die Kamera zückte, um diese zu fotografieren.

Es gab die Momente, wo sich der urinierende Mitgast vermutlich mit aus der Hose "herausragendem" Ereignis gefragt haben mag, was der Typ da eigentlich macht.

Zunächst mal liebe Mitmänner, mich interessiert nichts an dem, was aus eurer Hose raushängt. Mir geht nur um die Sauberkeit und den baulichen Zustand der Toiletten in einem Restaurant.

Wenn Sie also mal demnächst auf einen unauffälligen Mann treffen während Sie am Urinal stehen und der dabei ganz ungerührt von ihrer Aktion einen Handschuh überzieht, die Toilettendeckel anhebt, die Bürsten betrachtet, ein Taschentuch zückt, um das Nachbarurinal auf Dreck zu testen und dann noch die Kamera zückt, brauchen Sie keine Angst zu haben, Ihr bestes Stück gerät garantiert nicht in meinen Fokus.

Sonntag, 8. Mai 2011

Lokalster Tierschutz



Wie sieht er aus, mein lokalster Tierschutz? Spenden für meine Aktion Euroman hilft ist hier jedenfalls nicht gemeint.


Denn ich habe im Frühjahr mal etwas verpasst. Nämlich den Zurückschnitt der Efeuranke am Haus rund um die Satelittenschüssel. Ein Umstand, der sich nun darin äußert, dass sich das TV-Programm mehr und mehr ausdünnt, sich die Sender der Reihe nach verabschieden, weil die Schüssel im Efeu "versinkt" und das große Rauschen beginnt.


Ein radikaler Schnitt des Efeus ist allerdings, und jetzt wird´s Tierschutz, nicht möglich, da in dem Efeu, wie jedes Jahr, Spatzen ihre "Eigentumswohnungen" bezogen haben. Mir bleibt da nur der Weg zum Zweitgerät, welches pflanzenfrei von einer anderen Schüssel den TV-Kontakt zur weiten Welt bezieht. Aber ich mache das wirklich gerne, damit die nächste Generation von Spatzen einen guten Start hat.

Wobei: Lästig ist das schon! Doch so ist lokalster Tierschutz nun mal.

Sonntag, 1. Mai 2011

Gedanken über die "Urenco" in Gronau/Westfalen

Am Ostermontag gingen in ganz Gronau Menschen gegen die Urananreicherungsanlage im Osten der Stadt auf die Straße. Wobei, der Durchschnittsbürger aus Gronau hielt sich zurück, ließ lieber Angereiste die fünf Kilometer gegen die Urenco laufen.

Doch warum lief der Durchschnitts-Gronauer nicht mit?

Na, der Durchschnittsgronauer weiss schließlich, was er an der Urenco hat oder besser von der Urenco hat. Denn die Urenco ist d e r Steuerzahler der Stadt. Außerdem ist der Gronauer informiert über "seine" Urenco.

Er weiss v o n der Urenco, dass alles sicher ist, dass im Normalfall nichts passieren kann. Und wenn doch, gibt es natürlich den Notfallplan.

Gut, dieser wird nur so gut sein bis er mal gebraucht wird. Dann weiss Mensch um die Schwächen. Das zeigte auch der letzte kleine Unfall eines Mitarbeiters der Urenco.

Doch müssen wir Gronauer uns da wirklich Sorgen machen?

Nein!

Denn wir wissen schließlich, wie wir uns im Notfall bzw. bei einem Alarm zu verhalten haben. Da hilft uns der von der Urenco aufgestellte Verhaltensplan. Dieser lehrt uns, dass alles völlig unkompliziert ist. Die Flusssäure erkennen Sie als erfahrener Gronauer an einer nicht wetterbedingten Nebelwolke. Falls es sowieso nebelig sein sollte, was im Münsterland durchaus häufiger vorkommt, hilft Ihnen als Erkennen der Flusssäure Ihre Nase weiter. Denn ein stechender Geruch oder ein saurer Geschmack macht die Flusssäure erkennbar.

Wenn ich also auf der Neustraße plötzlich eine seltsame, mir unerklärbare Nebelwand sehe, zücke ich einfach das stets durchnässte Tuch aus meiner Hose, halte mir das vor Mund und Nase, gehe beschwingt zu Fielmann und lass mir dort von der schönsten Mitarbeiterin eine neue Brille verkaufen. Denn da bin ich in einem geschlossen Raum und damit völlig sicher.

Im Auto geht es noch einfacher: Da schalten Sie einfach auf Umluft und gut ist es.

Wobei nicht ganz, denn in beiden Situationen sollten Sie noch das Radio einschalten, um zu erfahren, wann alles wieder gut ist.

Wo ist also das Problem, liebe uninformierte Demonstranten?

Es gibt keines! Denn die Urenco ist sicher und falls was passiert wabbert halt ein Nebelwölkchen durch die Stadt.

Mein Problem mit dem Ganzen ist allerdings, dass sich der Verhaltensplan im Notfall ähnlich anhört wie der beim Abwurf einer Atombombe in den Achtzigern.

Da wurde mir geraten: In einem Gebäude weg vom Fenster zu gehen und eine tragende Wand aufzusuchen. Sollte ich mich im Freien aufhalten, sollte ich mich in einen Graben werfen, mich ganz klein machen, die Hände unter den Körper nehmen und wenn ich eine Jacke mit Kapuze hätte, diese über den Kopf ziehen. Das war's.

Genau das befürchte ich auch bei einem Unfall bei der Urenco für Gronau/Westfalen und Umgebung:

Das war's!

Dienstag, 26. April 2011

Sieh dir mal das Video an!

Eine Aufforderung, der ich doch gern nachkomme. Zumal, dann wenn es sich um ein selbst produziertes handelt.


Denn dieses Video kannte ich, sah es allerdings irgendwie mit neuen Augen.




Denn ich wußte bis gestern nichts davon, dass der Euroman "restaurantinspekor" ist.

Donnerstag, 21. April 2011

Gute Frage!

Da mailte mir doch jemand folgendes:

Hallo Herr Därr!

Zunächst mal, ich finde es Klasse das es ihre Seite gibt.

Aber ich habe da ein Problem mit ihrer Bewertung vom Zum schwimmenden Karl. Die Küche wird von Ihnen mit nur 6 Punkten bedacht. Doch trotzdem wird das Karl kein Floptaurant. Warum nicht? Würde mich freuen, wenn Sie mir das erklären könnten.

Grüße M.


Natürlich erkläre ich das M. gerne. Beim Zum schwimmenden Karl reichte es einfach nicht, um genau dieses Flopzeichen zu verhängen. Denn Ambiente, Service und Sauberkeit waren schließlich relativ okay. Nur weil die Küche, der zugegeben wichtigste Punkt bei einem Restaurantbesuch, sich klar defizitär präsentierte und die Preisgestaltung (2 € extra für Bratkartoffeln) nicht als gelungen bezeichnet werden darf, führt das Karl zwar nah an den Flopbereich, aber eben nicht in diesen hinein.


Dem war übrigens oft so. Doch genau wie das Topzeichen nicht inflationär vergeben wird, wird es auch beim Flopzeichen gehandhabt:


Es wird mit Bedacht vergeben.

Denn es kann eventuell der "Todesstoss" für ein Restaurant sein.